Der innere Schweinehund - Mag. Karin Lastowicka

20.03.2010

Zuallererst: Wie geht es ihnen? Haben sie den Beginn des neuen Jahres gut geschafft? Dann kommen wir doch zu etwas, das sie vielleicht schon fast vergessen haben: ihre Neujahrsvorsätze. Was haben sie bereits unternommen, um bis zum Sommer ein paar Kilos abzunehmen? Oder was tun sie bereits gegen ihren Zeitstress? – Noch nichts? Dann gehen wir heute der Frage nach, warum dies so ist. Jeder weiß, dass er einen inneren Schweinehund besitzt, der einem zuflüstert, dass sich Veränderungen gar nicht auszahlen, weil man ja doch nur wieder rückfällig wird. Doch dieses Wissen um den Schweinehund in uns reicht nicht, um ihn zu bekämpfen. Dazu müssen wir uns mit ihm auseinandersetzen und ihm genau zuhören. Meist hören wir dann Phrasen aus unserer Kindheit, die uns stark geprägt haben, wie „Man muss den Teller leer essen“ oder „Nur wer gute Leistungen bringt, ist es wert, geliebt zu werden“. Hinzu kommen noch einprägsame Aussagen von Freunden, Arbeitgebern und der Familie und unser Schweinehund wird immer größer und mächtiger. Wie kann man nun mit ihm umgehen? Einerseits ist das Hinterfragen der eigenen Motive für sein Handeln wichtig, andererseits ist es tatsächlich sinnvoll sich zu fragen, ob die gewählten Ziele realistisch und umsetzbar sind. Der innere Schweinehund ist zwar manchmal hinderlich, doch er zwingt uns auch dazu, unsere Pläne und unser Verhalten zu reflektieren. Die beste Strategie ist, abzuwägen, ob man dem inneren Schweinehund folgt oder ihm manchmal doch besser die Zunge zeigt und die Dinge einfach anpackt. Denn wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

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