Depression

Die Depression ist eine der häufigsten Erkrankungen, unter der bis zu 20% der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens leiden.

Symptome

Traurigkeit, Desinteresse und Freudlosigkeit, Gefühl der Schwäche, Niedergeschlagenheit, Schwermütigkeit, Mutlosigkeit und verminderter Antrieb (die Patienten sind weniger leistungsfähig und belastbar!). Häufig begleiten körperliche Symptome wie Schlafstörungen, ein verminderter Appetit, Konzentrationsstörungen und ein Gewichtsverlust die Erkrankung.

Ursachen

Ursachen für depressive Verstimmungen können Belastungssituationen (Todesfall eines nahen Angehörigen, Lebenskrisen, Burn-out-Syndrome,...) sein, Veränderungen im Gehirn-Stoffwechsel (Serotonin-und Noradrenalinhaushalt, die zu Depressionen ohne erkennbare Anlässe führen) oder sich aus der Lebensgeschichte entwickelnde depressive und körperlichen Erkrankungen (des Gehirns, der Schilddrüse,...).

Aus diesem Grund ist bei länger anhaltenden depressiven Verstimmung unbedingt eine genaue körperliche Untersuchung, die in der Regel vom Hausarzt durchgeführt wird, erforderlich.

Therapie der Depression:

Medikamentöse und psychotherapeutische Behandlung.

Bei den Medikamenten werden Serotonin- und Noradrenalin-steigernde Medikamente verordnet.

Neuere Antidepressiva zeichnen sich durch geringe Nebenwirkungen bei gleichzeitig guter Wirksamkeit in der Behandlung der Erkrankung aus.

Zur Rückfallsprophylaxe (Vorsorge) ist eine längerfristige Therapie auch nach der Besserung der Symptomatik notwendig. Neben der medikamentösen Therapie stellt die Psychotherapie im Falle von Krisensituationen den Schwerpunkt der Behandlung dar. Hierbei versucht man in regelmäßigen Gesprächen Ursachen, die entwicklungs- oder situationsbedingt bestehen, zu erkennen, diese Muster verstehen zu lernen und sie dadurch auch zu verändern.

Zusätzliche Therapieformen sind die Lichttherapie (vor allem bei saisonalbedingten Winterdepressionen), die Schlafentzugstherapie und andere ergänzende Therapieformen (Musik, Bewegung...).

Die Behandlung der Depression ermöglicht eine deutliche Besserung der Symptome und verkürzt die Dauer dieser Erkrankung. Die meisten Patienten erkranken nur einmal in ihrem Leben an einer Depression. Es gibt jedoch auch Verläufe, bei denen es immer wieder zu depressiven Episoden kommt. Gerade dann ist eine rasche Hilfe, gegebenenfalls auch eine Prophylaxe sinnvoll. Die Suizidalität stellt die größte Gefahr für einen depressiven Patienten dar. Selbstmordgedanken sind häufig bedingt durch die negative und perspektivenlose Sichtweise des Patienten, die im Zustand der Depression zu Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung führen. 10–15% der Patienten mit Depressionen begehen einen Suizid! Deshalb ist eine rasche und professionelle Behandlung dringend erforderlich.

Wie kommen Sie zur notwendigen Unterstützung?

  1. Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt
  2. Der Arzt für Allgemeinmedizin kann Sie bei der notwendigen medikamentöse Therapie und bei der Vermittlung einer Psychotherapie unterstützen.
  3. Bei schwierigen Fällen oder länger andauernden Verläufen ist die Konsultation eines Facharztes für Psychiatrie/Neurologie erforderlich.