Wie wirken Psychopharmaka? Wird man von Psychopharmaka abhängig?

Psychopharmaka sind Medikamente, die sich auf die Stimmung, den Schlaf, die Konzentration, den Gedankenfluss usw. auswirken. Eine kleine Gruppe von Substanzen kann auch abhängig machen, wenn sie über längere Zeit genommen werden. Wieder andere können manchmal unangenehme Nebenwirkungen haben. Deshalb haben viele Menschen Angst vor Psychopharmaka. Die genannten Nachteile treten jedoch hauptsächlich bei den älteren Psychopharmaka auf, es gibt viele neue Medikamente in dem Bereich, die kaum Nebenwirkungen haben und auch nicht zu Abhängigkeiten führen. Da sich das Gebiet sehr schnell entwickelt und viele Aspekte beachtet werden müssen, damit ein/e PatientIn die für sie/ihn richtige Medikation erhält, sollten Psychopharmaka immer von einer/m Ärztin/Arzt verschrieben werden, die/der viel Erfahrung mit solchen Medikamenten hat, also am besten von einer/m Psychiaterin/Psychiater. Meist sind Psychopharmaka für jemanden, der gerade seelisch auf wackeligen Beinen steht, so etwas wie eine Krücke oder ein Gips für instabile Knochen oder Gelenke. Sie lösen nicht das Grundproblem, geben aber Stabilität, bis die Verletzung oder Erkrankung ausheilen kann. Dabei spielt die Frage: "Wie lange?" eine wichtige Rolle und sollte daher immer in Absprache mit dem Arzt beantwortet werden.

Zurück